3. Februar 2015

[Interview mit einer Autorin und Buchvorstellung]



Hallo ihr Lieben,

oh man.... bei uns grast die Seuche... Letzte Woche hatte ich Magen-Darm-Grippe und lag flach und heute Nacht hat meine Tochter angefangen mit Husten und heute Morgen Fieber *gnaaaah* mein Chef wird nicht begeistert sein :-(

Das einzig Gute an dem krank sein ist, das man auf der Couch fläzen und es sich gut gehen lassen kann. Ok...den Umständen entsprechend natürlich. Ich lese dann immer viel oder wenn man nicht unbedingt im Bett liegen muss, scrappe ich.

Und da das Wetter ja irgendwie verrückt spielt, man sich ja trotzdem auch ohne krank sein auf die Couch legen kann, möchte ich euch heute ein wunderschönes Buch vorstellen:


 
"Himbeermond" (Colors of Life 1)     



Das sagt der Klappentext: 
»Ich habe Halluzinationen«, beichtet Lina ihrer besten Freundin. »Ich sehe manchmal schwarzen Nebel.«
Lina hat sich vor kurzem gemeinsam mit Angie an der Universität Trier für Psychologie eingeschrieben – gegen den ausdrücklichen Wunsch ihrer Familie, die Berlin oder Leicester als Studienort vorzogen.
Bald begreift sie, dass es nicht bei schwarzem Nebel bleibt – immer häufiger sieht sie die Gefühle der anderen Menschen! Die äußerst nützliche Gabe bringt die Freundinnen bald in erste Schwierigkeiten. Als Lina begreift, warum sie besser nicht nach Trier gekommen wäre, ist es vielleicht zu spät … und da ist dann noch Leo …

Spannende und lebendige Paranormal Romance, die vor der historischen Kulisse Deutschlands ältester Stadt spielt. 

Das sage ich:

Ich habe Himbeermond durch Zufall entdeckt. Ich konnte mir irgendwie unter dem Namen nichts vorstellen und das machte mich neugierig.

Himbeermond handelt von Lina die sich in Trier zum studieren an einer Uni einschreibt. Sie hat eine beste Freundin und ist eigentlich recht "normal" bis auf den Punkt das sie Auren sehen kann. Genau das fand ich spanndend. Denn ich liebe Fantasy, aber genau so toll finde ich es wenn dieses Mystische in unsere reale Welt mit eingebaut wird. 
Denn Lina ist wie die meisten jungen Frauen und man überlegt sich wie es einem wohl selber ergehen würde, die Gefühle anderer zu sehen?! 
Die Charaktere sind sehr menschlich, man könnte/möchte mit ihnen befreundet sein, sodass man als Leser wunderbar mit Lina mitlachen, weinen und mitfiebern kann. Ebenso die Liebesgeschichte die sich entwickelt rundet die Geschichte noch voll ab. Mella Dumont schreibt flüssig und sehr anschaulich, was einem das Lesen sehr angenehm macht. Auch bemerkt man das gut recherchiert und nicht einfach irgendwas hingeschrieben wurde. Das einzige was ich mir damals gewünscht hätte, wäre ein kleiner Stammbaum gewesen. Einfach um die Protagonisten noch mal nachzulesen oder die einzelnen Verwandtheitsgrade zu sehen. Aber so viel sei gesagt: beim Nachfolger ist es im Buch :-) Das Buch hat alles um schöne Lesenachmittage (oder Abende) zu verbringen: Spannung, Liebe, Freundschaft und man lernt noch eine Stadt kennen.
Deswegen gibt es von mir 5 Sterne!

Wenn ihr mögt, das Buch könnt ihr hier bestellen. Mittlerweile ist auch der Nachfolger "Lavendelmond" erschienen.

 ***


Da mir Himbeermond wirklich gefallen hat, dachte ich ein Interview mit der Autorin wäre nicht nur 
für mich interessant :-) 
Daher habe ich gefragt ob sie dazu Lust hätte und sie hat "ja" gesagt.


Hallo Mella, danke das du dir Zeit für dieses kleine Interview nimmst :-)
Sehr gerne, liebe Steffi!
 
Wie bist du auf die Idee von Himbeermond gekommen?
Unter der Dusche! Ich finde, dass man unter der Dusche am besten
nachdenken kann. Zum Glück ist Wasser in unseren Breitengraden keine
Mangelware. In Israel z.B. müsste ich mir etwas anderes überlegen. Ich
stand also unter der Dusche, wusch meine Haare und überlegte mir, wie es
wohl wäre, wenn ich sehen könnte, was andere Menschen fühlen. Und dann
spinnt man den Gedanken weiter. Und weiter. Auf dem Heimweg von der
Leipziger Buchmesse habe ich darüber gegrübelt, wo das Buch spielen
soll. Und obwohl ich zuerst eine größere Stadt in Betracht gezogen habe,
war ich dann doch mutig und habe mich für meine Heimatregion
entschieden. Trotzdem wird Band drei* auch in England spielen, zumindest
für ein oder zwei Kapitel. Wer Band zwei gelesen hat, weiß, weshalb.
 
(*Juhu es gibt ein Band 3 - Anm.d.Red. :-) )
 

2. In Himbeermond geht es ja um Lina die Auren sehen kann. Interessiert du dich selber dafür?
Vor zehn Jahren hatte ich mal eine Phase, in der ich viel zum Thema
Esoterik gelesen habe. Auren waren nicht dabei, aber Astralreisen
(inspiriert von "Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho). Für
Himbeermond habe ich gezielt ein oder zwei Ratgeber zum Thema Aura
gelesen. Es ist zwar ein Fantasybuch, aber ich wollte die Erfahrungen,
die Lina macht, authentisch beschreiben. Auren interessieren mich gar
nicht so sehr, sondern die Frage, wie Menschen miteinander umgehen und
warum.

 

3. Haben Mella und Lina etwas gemeinsam? :-)
Die Haarfarbe? ;-) In meinem allerersten Buch, das ein Zuhause in der
digitalen Schublade gefunden hat, waren die Protagonisten Menschen aus
meinem Umfeld sehr ähnlich. Das habe ich mir schnell abgewöhnt, denn
erstens kann man damit theoretisch Ärger bekommen und zweitens waren die
Figuren grotesk überzeichnet. Ich bin nicht wie Lina, aber ich würde
manchmal gerne mit ihr tauschen und für sie an die Uni gehen und ihre
Freunde treffen. Und als Autorin komme ich bei Band drei ja wieder zu
diesem Luxus.
 

4. Erst jetzt kam die Fortsetzung "Lavendelmond" heraus, zittert man als Autorin ob das Buch genau so gut ankommt? Bzw. ob die Erwartungen erfüllt werden?
Du sitzt an deinem Schreibtisch, denkst dir eine Geschichte aus und hast
keine Ahnung, ob jemand sie mag! Das ist echt belastend. Mir ist ein
Stein vom Herzen gefallen, als meine Testleser das Buch mochten. Da sie
auch kritisch waren (meist nur Kleinigkeiten, aber derer viele) wusste
ich, dass ich mich auf ihr Urteil verlassen kann.

 

5. Wolltest du schon immer schreiben? Oder früher eher komplett was anderes machen - wie evtl. Kindergärtnerin?
Wenn du mir vor fünf Jahren gesagt hättest, dass ich in drei Jahren mit
dem Schreiben anfange, ich hätte dir freundlich lächelnd ein Vögelchen
gezeigt. ;-) Ich wollte immer ein Sachbuch schreiben. Naja, irgendwann
waren alle Themen erzählt und ich wagte mich in die Belletristik. Was
dann mit Himbeermond passiert ist, das war unglaublich. Jeder Autor
wünscht sich so einen Erfolg, aber daran geglaubt hatte ich nicht. Und
so richtig begreifen kann ich es erst jetzt, wo die Leser mir Band zwei
quasi aus der Hand reißen. Nie, nie, nie hätte ich damit gerechnet.
Früher wollte ich Kindergärterin werden, aber ich habe
Naturwissenschaften studiert. Frag mich nicht, wie man dann Autorin
werden kann – dafür ist allein das Schicksal verantwortlich. Heute hätte
ich Probleme, meinen kunterbunten Lebenslauf einem
Personalverantwortlichen schlüssig zu verkaufen. Daher werde ich auf
jeden Fall selbstständig bleiben müssen. Ich darf aufstehen, wann ich
möchte, aber dafür kenne ich auch keine freien Tage. Irgendetwas tut man
immer für die eigenen Bücher, und wenn man mit lieben Lesern auf
Facebook chattet, neue Ideen aufschreibt oder Buchcover gestaltet.


 
6. Hast du manchmal auch ein Black Out? Wenn ja, wie holst du dir deine Inspiration wieder zurück?
Lavendelmond sollte im Dezember erscheinen und der Black Out ist schuld,
dass ich es erst am 31. Januar geschafft habe. Meine Kreativität lässt
mich nie im Stich, aber leider liefert die Muse nicht immer das, was ich
gerade brauche. Nachdem der September und der Oktober ins Land zogen und
ich kaum vorankam, habe ich im November eine Pause gemacht und ein
anderes Buch geschrieben. Die Geschichte war in meinem Kopf und wollte
unbedingt raus! Jetzt liegt die Rohversion einer Dystopie in meiner
Schublade. Danach war ich wieder warm geschrieben, und konnte
Lavendelmond in wenigen Wochen beenden. Meine Lehre für die Zukunft:
Nicht alles auf eine Karte setzen. Es ist okay, wenn man an zwei oder
drei Sachen gleichzeitig arbeitet.


 
7. Bist du eher ein Tag- oder ein Nachtmensch?
Weder noch. Ich schlafe gern und viel und regelmäßig. Acht Stunden
brauche ich, um fit zu sein. Daher gehe ich zwischen elf und zwölf Uhr
ins Bett und stehe zwischen sieben und acht Uhr auf. In der Endphase von
Lavendelmond habe ich auch bis in die Nacht gearbeitet, das gehört dann
dazu.

 

8. Und zu guter letzt: wird es noch einen dritten Teil der Mond-Saga  geben?
Ich gebe zu, "Colors of Life" ist kein besonders aussagekräftiger Titel
für eine Trilogie, aber Mond-Saga ist schon besetzt: Es gibt die
wahnsinnig erfolgreiche und wunderbare MondLichtSaga meiner Kollegin
Marah Woolf (sehr empfehlenswert übrigens). Daher mag ich diesen
Begriff, der sich aber bei Lesern einbürgert, nicht so gern.
Band drei wird den Titel Sternenmond tragen und ich habe schon damit
angefangen, mir erste Gedanken zum Buch zu notieren. Und irgendwo in
meinem Hinterkopf schwebt noch die Idee, Tante Mels Geschichte in einem
Prequel zu erzählen. Aber ob ich das wirklich umsetze, kann ich heute
noch nicht sagen. Ich habe mich noch nicht entschieden, wie viel ich von
Tante Mels Geschichte in Band drei erzählen werde. Womöglich ist dann
schon alles gesagt und ich kann mir das Prequel schenken.
 
Mella ich danke dir herzlich und wünsche dir weiterhin viel Erfolg :-)
Ich bedanke mich ebenfalls für deine spannenden Fragen, liebe Steffi!




Himbeermond (Fantasy, Liebesroman)
von Mella Dumont
 
Print-Seiten: 351
Erscheinungsform: e-book
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.


 
 
 
 
Das war es heute von mir... habt eine tolle Woche :-)

xoxo eure Steffi



1 Kommentar:

  1. Lieber Steffi,
    das Buch hört sich richtig vielversprechend an! Danke für die schöne und ausführlich Vorstellung. Das Interview ist ja genial! Hat mir richtig gut gefallen! Toll, dass die Autorin mitgemacht hat und du hattest damit ja eine geniale Idee! Kompliment!
    Hab noch eine schöne Woche!
    Ganz viele, liebe Grüße,
    Tanja

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