4. April 2013

Nimm dir Zeit... und lies doch mal

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas ganz anderes für euch - keine Deko, nähen oder DIY ;-) Eines meiner Leidenschaften (außer dem vorher genannten *räusper*) ist das Lesen ♥ Schon als Kind konnte ich mich stundenlang mit einem Buch, wenn es denn so lang gehalten hat, bzw. dem lesen ansich beschäftigen.

Ich habe mich vor einiger Zeit bei blogg dein Buch angemeldet. Als ich mir dann die verfügbaren Bücher angeschaut habe, bin ich immer und immer wieder an diesem Buch hängen geblieben:


Bild: Brunnen-Verlag GmbH
Engel gibt es wirklich - "Ich war 27 Stunden verschüttet" 

Klappentext:
Am 9. September 2001verlässt Genelle Guzman morgens wie immer ihre New Yorker Wohnung. Ihre Arbeit im World Trade Center macht ihr viel Spaß. Doch dieser Tag verläuft völlig anders als erwartet. Sie erlebt den Anschlag und wird verschüttet. 27 Studen harrt sie eingeklemmt und schwer verletzt unter den Trümmern aus. In ihrer Angst und Verzweiflung findet sie schließlich im Glauben Halt. Die letzte Zeit, bis sie von den Rettungskräften gefunden wird, übersteht sie nur, weil jemand ihre Hand hält und mit ihr spricht: Paul. Als die Helfer da sind, verabschiedet sich Paul von ihr und ist spurlos verschwunden. Die Retter sagen, dass sie ihn nicht gesehen haben. Monatelang sucht Genelle vergeblich nach ihm, um sich zu bedanken. Kann es sein, dass Paul ein Engel war?

Der Grund warum ich doch lange gezögert habe, mich für das Buch zu entscheiden war das mit dem Glauben. Ich hatte ein wenig "Angst" dass es mir zu religiös sein würde. Ich muss dazu sagen, wir (meine Schwester und ich) sind nicht übermäßig religiös aufgewachsen. Wir kennen und feiern die gängigen Feste und hatten auch ganz normal Reli-Unterricht. Aber meine Eltern haben uns doch freie Wahl gelassen was und wie viel wir Glauben wollen. Ein anderer Grund war das Thema 11. September... Ich denke es geht nicht nur mir so, aber ich könnte immer noch heulen wenn ich darüber nachdenke. Ich bekomme Gänsehaut und mag nicht wirklich darüber nach denken was die Menschen egal ob in den Türmen oder nicht, durchgemacht haben oder noch tun...

Na ja, auf jeden Fall habe ich mich dann für das Buch entschieden und ich hatte es in 2 Tagen durch gelesen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Wie im Klappentext schon beschrieben
erzählt das Buch autobiografisch, beginnend am Morgen des 11.Septembers 2001 das Leben der Genelle Guzman, die im World Trade Center arbeitet. Genelle Guzman beschreibt ihren Weg zur Arbeit, ihr Büro und ihre Kollegen. Sie erzählt von ihrer Tochter, die aber nicht bei ihr lebt. Man baut sehr schnell eine persönliche Bindung auf, der man sich dann auch nicht mehr entziehen kann/will. Es sind Kleinigkeiten die das Buch lebendig machen, z.B. erzählt Genelle wie sie auf einmal nach dem ersten Beben, Schreibblätter an ihrem Fenster vorbei fliegen sieht. Der Gedanke bleiben oder gehen? Laufen oder mit dem Aufzug fahren? Sie beschreibt die letzten Telefonate von Kollegen an ihre Lieben daheim... Es sind kleine und private Momente an denen man ihr u.a. gerne zurufen würde: Geh... lauf aus dem Gebäude... nimm deine Kollegen und renne...
Als der Turm zusammen bricht und Genelle begraben wird, versucht sie zu beschreiben wie es sich anfühlt wenn über 90 Stockwerke über einem zusammenbrechen und man darunter begraben liegt. Trotz der Aussichtslosigkeit, Angst und Verzweiflung versucht sie mutig und gefasst zu bleiben. Sie betet und denkt viel an ihre Tochter und ihren Freund. Genelle klammert sich an Gebete und Psalme, die sie noch aus Kindertagen kennt und verspricht Gott, sollte er sie retten, würde sie ihr Leben ändern.
Feinfühlig und bewegend schildert die junge Frau in ihrem Roman ein dramatisches Martyrium. Besonders der wahre Aspekt hinter dem Ganzen berührt und animiert zum nachdenken. Sei es über den 11. September, warum nicht eher Alarm ausgelöst wurde oder auch über sich und sein eigenes Leben (die Beziehung zu Gott?). Neben den eigenen Erlebnissen, schildert die Autorin auch die Gefühle von ihren Verwandten, die zu Hause trauern und nur aus der Ferne hoffen können.

Ich muss sagen dass Buch hat mich sehr bewegt und mich wirklich zum nachdenken gebracht. Ich finde Glauben ist mittlerweile eine schwere Sachen und man merkt aber auch wieder durch das Buch, wie viel Hoffnung und Kraft einem der Glaube geben kann... An was und wen man glaubt, aus was man seine Hoffnung und Kraft zieht bleibt aber dennoch jedem selbst überlassen :-)

Ich möchte mich noch bei blogg dein Buch und dem Brunnen Verlag bedanken, die mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

Titel: Engel gibt’s wirk­lich — Ich war 27 Stun­den ver­schüt­tet
Autor: Gen­elle Guzman-McMillan, Wil­liam­Croyle
Sei­ten: 192
Jahr: 2012
Ver­lag: Brun­nen Ver­lag
ISBN: 978−3−7655−1221−6
Preis: 14,99 EUR

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche und nehmt euch doch mal Zeit zum lesen :-)

Liebste Grüße
eure Steffi